Unterstützungsangebote bei häuslicher Gewalt weiterhin erreichbar!

Durch das Kontaktverbot und die vorübergehende Schließung der meisten öffentlichen Einrichtungen sind während der „Corona-Krise“ die Menschen in unserem Landkreis in hohem Maße auf ihr häusliches Umfeld verwiesen und außerhäusliche Kontakte sind eingeschränkt. Dies kann zu Schwierigkeiten im Zusammenleben führen und für Opfer von häuslicher Gewalt ist die Lage nun besonders brisant. Der Runde Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen des Landkreises Alzey Worms möchte aus diesem Anlass informieren, dass die Hilfsangebote in unserer Region weiterhin für Sie da sind und Sie sich unter folgenden Kontaktdaten Unterstützung suchen können:

Bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: unter der kostenfreien Nummer 08000 116 016

Interventionsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Alzey:

Telefon: 0 67 31 99 68-15, Email: IST-Alzey@diakonie-rheinhessen.de, Telefonsprechzeiten: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag 11:00 -13:00 Uhr

Frauenhaus in Kirchheimbolanden:

Beratungen und Gespräche von Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr sind wir telefonisch erreichbar, unter den Nummern: 06352/401164 und 06352/4187.

Forensische Ambulanz am Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz:

Telefon: 06131 17 9499, Email: IRM-Ambulanz@uni-mainz.de

Sprechzeiten: Montag- Donnerstag: 08:00 – 16:00 Uhr Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr

www.rechtsmedizin.uni-mainz.de

Frauennotruf im Frauenzentrum Hexenbleiche:

Telefon: 0 67 31 72 27 oder 1 97 40, Email: notruf-alzey@t-online.de

 Polizei:                110 oder 06731 911-0

 Polizeiliche Opferberatung: 06131 65 3388, Email: opferschutz.ppmainz@polizei.rlp.de

Weißer Ring, Außenstelle Alzey-Worms:

Telefon: 0151 5127 8604, Email: weisser-ring.az-wo@hoeding.net

 

Das Amtsgericht Alzey steht, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten und Einschränkungen des Besucherverkehrs zur Bearbeitung von Eilanträgen, auch nach dem Gewaltschutzgesetz, zur Verfügung. Es wird gebeten nach telefonischer Anmeldung über die Zentrale einen Termin mit der Rechtsantragstelle abzustimmen. Telefon: 06731 9520-0

 

Beratungsstelle Contra-häusliche-Gewalt in Mainz.

Interventions-Beratung für Täter, ggf. auch präventiv.

Tel: 06131/2877777

mainz@contra-haeusliche-gewalt.de

www.contra-haeusliche-gewalt.de

 

 

Koordination des Runden Tisches gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Landkreis Alzey-Worms:

Gleichstellungsstelle/Frauenbüro

Dr. Vera Lanzen

Ernst-Ludwig-Straße 36

55232 Alzey

Telefon: 06731 408 1251 oder frauenbuero@alzey-worms.de

 

Die aufgeführten Stellen können Sie in Ihrer momentanen Situation unterstützen und suchen gemeinsam mit Ihnen nach Lösungen.

Vortrag: Häusliche Gewalt im Leben alter Frauen

Aufgrund der aktuellen Lage bezüglich der Fälle von Corona-Infektionen bei uns im Landkreis müssen wir die für Mittwoch, 18. März 2020 geplante Veranstaltung „Häusliche Gewalt im Leben alter Frauen“ leider absagen. Wir werden uns um einen Ersatztermin bemühen und sobald wie möglich darüber informieren.

 

 

 

 

 

Vortrag: Häusliche Gewalt im Leben alter Frauen

Einer Studie zufolge haben ca. 22% aller Frauen geschlechtsbezogene Gewalt in einer Ausprägung erlitten, die ihre Gesundheit beeinträchtigt. Dies gilt natürlich auch für die heute älteren Frauen.  Es ist allerdings für viele Menschen schwer, sich vorzustellen, dass auch alte oder pflegebedürftige Frauen sowohl früher als auch aktuell von häuslicher Gewalt/Gewalt im Pflegekontext oder deren Folgen betroffen sind.

Die Referentin Martina Böhmer vom Verein Paula e.V., wird in ihrem Vortrag auf die Auswirkungen von  diesen und weiteren Gewalterfahrungen im Leben alter Frauen eingehen. Um in der Praxis eine fachlich fundierte Vorgehensweise zu erleichtern, werden in dem Vortrag Grundlagen von Traumatisierung geklärt. Dazu werden Gewalterfahrungen und ihre Folgen, Verhaltensweisen und Diagnosen aufgezeigt. Anhand der Vorstellungen einzelner Biographien wird erläutert, wie ein angemessener traumasensibler Umgang mit alten Frauen in Begleitung, Beratung, Therapie und Pflege vor Traumaaktivierungen und Fehldiagnosen (z.B. Demenz) und deren jeweiligen Konsequenzen schützt. Mit den Kenntnissen über Traumatisierung im Leben alter Frauen werden der Umgang und die Betreuung von alten Frauen durch das Verständnis für auffällige Verhaltensweisen nachvollziehbar und besser handhabbar.

Im Anschluss an den Vortrag von Martina Böhmer werden von Seiten des Pflegestützpunktes Alzey-Worms und den Gemeindeschwestern Plus Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema Pflege vorgestellt.

Mittwoch,18. März 2020, 18:00 Uhr, Sitzungssaal 119, Kreisverwaltung Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, 55232 Alzey

Veranstalterin:    Runder Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Alzey-Worms

Anmeldung erforderlich bis 11.03.2020 unter 06731 – 4081251 oder frauenbuero@alzey-worms.de

 

Martina Böhmer ist Referentin und Beraterin in der Altenhilfe, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Expertin für geriatrische Psychotraumatologie, Fachbuchautorin, Projektleiterin verschiedener EU, NRW Gesundheitsministerium und Stiftungsprojekte, ehemalige Altenpflegerin für Geriatrische Rehabilitation, Gründerin und Geschäftsführerin der Beratungsstelle für Frauen ab 60 „Paula e.V.“ in Köln.

 

 

Neues Programm „Frauen in Aktion“ ist da!

Es ist geschafft: Das Programm „Frauen in Aktion“ ist da und kann auf unserer Seite unter der Rubrik „Kalender“ eingesehen werden. Die Veranstaltungsreihe hält auch dieses Mal wieder viele interessante Angebote parat. Los geht’s am 8.3.2020 mit dem Film „Der Honiggarten – das Geheimnis der Bienen“ um 19:30 Uhr im Bali-Kino Alzey.

Die Karten kosten 8,50 Euro. Anmeldung bitte im Frauenbüro unter 06731 408 1251 oder frauenbuero@Alzey-Worms.de

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Am 29. Februar ist Equal Care Day

Angelehnt an den Equal Pay Day haben die Autor*innen Almut Schnerring und Sascha Verlan 2018 den Equal Care Day ins Leben gerufen, der auf die ungleiche Verteilung und mangelnde Wertschätzung von Care- und Pflegearbeit aufmerksam machen soll.

So heißt es auf der Website:

„Care-Arbeit ist überwiegend “unsichtbare Arbeit”. Sie wird, genau wie der Schalttag 29. Februar, oft übergangen. Daher findet der Equal Care Day am 29. Februar in Schaltjahren und in allen anderen Jahren am 1. März statt.Der Equal Care Day liegt auch deshalb auf dem 29. Februar, weil Care-Arbeit zu 80% von Frauen übernommenwird, ob im Privaten, im Ehrenamt oder im professionellen Bereich. Männer übernehmen also 20% und brauchen damit vier Mal so lange, um denselben Umfang an Fürsorge- und Care-Arbeit beizutragen. Die Anlehnung an den Equal Pay Day und die Lohnlücke bei den Gehältern ist also bewusst: Da Care-Arbeit zu 80% von Frauen geleistet wird, trägt der Care Gap ganz wesentlich zum Pay Gap bei. Doch während anlässlich des Equal Pay Day seit vielen Jahren über ungleiche Bezahlung und mögliche Lösungswege gestritten wird, wurde der Gender Care Gap mit seinen sozialen Verwerfungen bislang kaum beachtet […] Die Initiative Equal Care Day fordert eine faire Bezahlung der professionellen Pflegearbeit und eine gerechtere Verteilung der privaten Care-Arbeit sowie den Abbau struktureller Diskriminierung. Sie bietet allen, vor allem aber Organisationen, die im Umfeld Care und Pflege, Familienarbeit und Geschlechtergerechtigkeit aktiv sind, die Möglichkeit, sich gemeinsam zu engagieren und mit allen Beteiligten Lösungen zu diskutieren“

Wenn Sie bei sich vor Ort auf diesen wichtigen Aktionstag aufmerksam machen oder sich anschließen wollen, können Sie folgenden Flyer verwenden:

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