Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext Migration und Kultur

Vielfältige Lebens- und Familienformen gehören heute zu unserer Gesellschaft. Lesben und Schwule, bisexuelle, transidente und intersexuelle Menschen (LSBTI) sind Teil dieser Vielfalt. Dennoch: In der Regel erwarten Familie und Freundeskreis eine heterosexuelle Entwicklung. Hier beginnt die Aufgabe von Einrichtungen, die Familien, Kinder und Jugendliche unterstützen. Denn immer noch erleben LSBTI Diskriminierung, sei es im Elternhaus, in Schulen, Jugendzentren oder im Berufsleben.

In der interkulturellen Arbeit von Fachkräften stößt man in verschiedenen Settings auf unterschiedliche Perspektiven und Biografien. Sei es bei der Begleitung von LSBTI Geflüchteten, Unterstützungen von queeren Migrant*innen oder das Einbetten des Themas im beruflichen Alltag.

Wie können Einrichtungen oder Familien- und Erziehungsberatung darauf reagieren?

Unsere Fortbildung beantwortet Ihre Fragen:

  • Wie verlaufen die Entwicklungs- und Lebenswege von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen (LSBTI)?
  • Was sind die Ursachen für die Diskriminierung von LSBTI und wie kann ich durch kompetente Handlungsstrategien Vorurteilen entgegenwirken?
  • Wie ist die Perspektive unterschiedlicher Kulturen und Traditionen auf das Thema sexuelle und geschlechtliche Identität?
  • Wie kann im Berufsalltag gegen Diskriminierung vorgegangen werden und welche Formen der Unterstützung in der Region gibt es?

Onlineseminar via Zoom: Donnerstag, 10. Juni 2021, 9 – 13 Uhr – Die Teilnahme ist kostenfrei

Anmeldung erforderlich bis 01.06.2021:  familienvielfalt.tr@queernet-rlp.de

QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. Projekt Familienvielfalt

gefördert durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz

 

www.queernet-rlp.de, www.regenbogen.rlp.de

Erzählcafé: (Um)-wege von Frauen in Ausbildung und Beruf

Die Referentin Renate Rosenau berichtet über die Alzeyer Kusinen Marie und Ella Wolf, Wegbereiterinnen der Kaiserzeit, die über beschwerliche Umwege das Abitur und ihre Zulassungen zum Medizinstudium erreichten, später zur Promotion und 1909 zum Arztberuf zugelassen wurden.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden Mädchen und Frauen in Ausbildungsberufe und zu Meisterprüfungen zugelassen, entstanden Bildungseinrichtungen und Berufswege für Frauen. Dann kam die nationalsozialistische Kehrtwende: Frauen zurück an den Herd – bis man sie als Arbeitskräfte und Platzhalter für ihre Väter, Brüder und Ehemänner im Krieg wieder brauchte.

Die Befreiung vom nationalsozialistischen Frauenbild und die Anknüpfung an die unterbrochenen Bildungs- und Berufswege für Mädchen und Frauen dauerte noch Jahrzehnte nach 1945 an. Darüber können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus eigenem Erleben im Erzählcafé berichten.

Wir wollen im Rahmen des Erzählcafés mit Ihnen ins Gespräch kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Erinnerungen und überlieferte Geschichten zum Thema einzubringen.
Reger Austausch bei gemütlicher Kaffeerunde ist ausdrücklich gewünscht.

Freitag, 6. November 2020, 16.00 Uhr

Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

 

Das Erzählcafé beginnt um 16.00 Uhr. Ab 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit an einer Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte Osthofen teilzunehmen.

Die Teilnahmezahl ist auf 20 Personen begrenzt und wir bitten um Anmeldung im Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms, Tel. 06731-4081251, frauenbuero@alzey-worms.de

 

 

 

Museumscafé: Vater – Mutter – Kind. Geschichte und Gegenwart

Gegenwart gepaart mit Vergangenheit, eigene Erfahrungen und die anderer sowie der gemeinsame Austausch bei Kaffee/Tee sind die Grundelemente des von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Alzey-Worms und des Museums Alzey gemeinsam durchgeführten Museumscafés. Wechselnd ist jeweils das Thema. In diesem Jahr lautet es „Vater – Mutter – Kind“ und weitet den Blick auf die Familie. Diese ist ein soziales Geflecht, in und mit dem sich Positionen, Geschlechter- und Generationenbeziehungen, Geschlechterrollen mit Aufgabenfeldern, ‑zusprechungen und Erwartungen verbinden. Der Blick in die Geschichte führt deren Wandel vor Augen, der als Entwicklung „Vom Patriarchat zur Partnerschaft“, „Die Entdeckung der Kindheit“ oder „Das selbstbestimmte Geschlecht“ umschrieben wurde. Beginnend mit einem einführenden historischen Rückblick wird ein Bogen bis zur Gegenwart gespannt.

Alle interessierten Frauen wie Männer sind am Mittwoch, den 21. Oktober, von 14.30-16.30 Uhr herzlich ins Museum Alzey, Antoniterstraße 41, eingeladen. Um Anmeldung wird freundlich gebeten: Gleichstellungsstelle/Frauenbüro: 06731 / 4081251, frauenbuero@alzey-worms.de oder Museum Alzey: 06731 / 499364, museum@alzey.de

 

 

 

 

Private Altersvorsorge für Frauen – die richtige Strategie finden

Die Hoffnung auf ein sorgloses Leben im Ruhestand kann schnell zur Illusion werden. Die gesetzliche Rente allein wird wohl nicht ausreichen, den gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten. Und gerade Frauen sind besonders stark von der Gefahr der Altersarmut bedroht. Sie haben nach wie vor häufig geringere Einkommen oder steigen vorübergehend aus dem Job aus bzw. reduzieren auf Teilzeit, wenn sie Kinder bekommen.
Dies alles hat Auswirkungen auf die spätere Rente. Umso wichtiger ist es daher für Frauen, sich möglichst frühzeitig um eine eigene, zusätzliche Altersvorsorge zu kümmern und sich nicht nur auf den Partner zu verlassen. Allerdings gibt es viel Unsicherheit über die einzelnen Vorsorgeprodukte und ihre Vor- und Nachteile. Die rund 1,5 stündige Infoveranstaltung gibt hilfreiche Tipps, wie man die Weichen richtig stellt und einen Überblick über verschiedene Modelle der Altersvorsorge.

Referentin: Ina Kötter, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Beratungsstelle Mainz

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet statt am:

Mittwoch, 07. Oktober 2020 um 14:00 Uhr,

Tagungsraum, Feuerwache Alzey, Kreuznacher Straße 112,  55232 Alzey

 

Anmeldung bis 30.09.2020 in der Gleichstellungsstelle/Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms, 06731 408 1251 oder unter frauenbuero@alzey-worms.de

 

 

 

 

 

Vortrag: Häusliche Gewalt im Leben alter Frauen

Einer Studie zufolge haben ca. 22% aller Frauen geschlechtsbezogene Gewalt in einer Ausprägung erlitten, die ihre Gesundheit beeinträchtigt. Dies gilt natürlich auch für die heute älteren Frauen.  Es ist allerdings für viele Menschen schwer, sich vorzustellen, dass auch alte oder pflegebedürftige Frauen sowohl früher als auch aktuell von häuslicher Gewalt/Gewalt im Pflegekontext oder deren Folgen betroffen sind.

Die Referentin Martina Böhmer vom Verein Paula e.V., wird in ihrem Vortrag auf die Auswirkungen von  diesen und weiteren Gewalterfahrungen im Leben alter Frauen eingehen. Um in der Praxis eine fachlich fundierte Vorgehensweise zu erleichtern, werden in dem Vortrag Grundlagen von Traumatisierung geklärt. Dazu werden Gewalterfahrungen und ihre Folgen, Verhaltensweisen und Diagnosen aufgezeigt. Anhand der Vorstellungen einzelner Biographien wird erläutert, wie ein angemessener traumasensibler Umgang mit alten Frauen in Begleitung, Beratung, Therapie und Pflege vor Traumaaktivierungen und Fehldiagnosen (z.B. Demenz) und deren jeweiligen Konsequenzen schützt. Mit den Kenntnissen über Traumatisierung im Leben alter Frauen werden der Umgang und die Betreuung von alten Frauen durch das Verständnis für auffällige Verhaltensweisen nachvollziehbar und besser handhabbar.

Im Anschluss an den Vortrag von Martina Böhmer werden von Seiten des Pflegestützpunktes Alzey-Worms und den Gemeindeschwestern Plus Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten zum Thema Pflege vorgestellt.

Montag, 5. Oktober 2020, 18:00 Uhr, Sitzungssaal 119, Kreisverwaltung Alzey-Worms, Ernst-Ludwig-Straße 36, 55232 Alzey

Veranstalterin:    Runder Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen Alzey-Worms

Anmeldung erforderlich bis 16.09.2020 unter 06731 – 4081251 oder frauenbuero@alzey-worms.de

 

Martina Böhmer ist Referentin und Beraterin in der Altenhilfe, Fachberaterin für Psychotraumatologie, Expertin für geriatrische Psychotraumatologie, Fachbuchautorin, Projektleiterin verschiedener EU, NRW Gesundheitsministerium und Stiftungsprojekte, ehemalige Altenpflegerin für Geriatrische Rehabilitation, Gründerin und Geschäftsführerin der Beratungsstelle für Frauen ab 60 „Paula e.V.“ in Köln.