Wenn ein Kind nicht bleiben konnte….

Der Hospizverein DASEIN e.V. Alzey hat in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms das Projekt  Sternenwiese auf dem Alzeyer Friedhof ins Leben gerufen und die organisatorische und finanzielle Patenschaft übernommen.

Der Verlust eines ungeborenen Kindes in der frühen Schwangerschaft, ist für viele Betroffene ein trauriges und belastendes Ereignis. In dieser Situation sind Frauen und ihre Familien häufig schockiert, emotional sehr aufgewühlt und fühlen sich allein gelassen. Die Trauer der Betroffenen wird häufig nicht ernst genommen, weil das Kind „ja noch so klein war“. Und dennoch: die meisten Frauen begleitet die Trauer um das verlorene Kind ein Leben lang.

Vielen hilft es bei einer Trauerfeier Abschied nehmen zu können und einen Ort des Gedenkens zu haben, der ihnen Hoffnung und Kraft spendet.

Betroffene und Nahestehende sollen sich von ihren Kindern entsprechend verabschieden können und einen Ort des Gedenkens haben, der ihnen Hoffnung und Kraft spendet.

Der von den Künstlerinnen Rita Breuder und Regina Pickerodt-Fachinger gestaltete Platz ist als „Weg des Lebens“ mit Höhen und Tiefen angelegt. Mit seinen vier Stationen versinnbildlicht er die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Im Rund des Beisetzungskreises liegen 63 Gedenksteine, die zur Erinnerung an ein verstorbenes Kind erworben werden können (Kontakt Rita Breuder, Tel. 07633/6618).

Hier haben Eltern einen Platz für ihr Kind. Einen Ort, an dem Tränen, Trauer, Wut aber auch Hoffnung und andere Gefühle gelebt werden dürfen, es besteht auch die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.

Die Gedenk- und Bestattungsfeiern finden zweimal jährlich statt, für die Eltern entstehen keine Kosten.

Nächste Termine für die Bestattungs- und Gedenkfeiern sind am Samstag, 12. Juni 2021, 11.00 Uhr und am Sonntag, 12. Dezember 2021, 15.00 Uhr auf dem Hauptfriedhof Alzey.

 

Ansprechpartnerinnen:      Hospizverein DASEIN e.V. Alzey, hospizverein.dasein@gmx.de

Gerda Pusch, Tel. 06733-6087, gkpusch@web.de

Kerstin Werz-Schweitzer, Tel. 06244-91889, www.lebenswerte-web.de

Sandra Laick, sandralaick@web.de

 

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Kontext Migration und Kultur

Vielfältige Lebens- und Familienformen gehören heute zu unserer Gesellschaft. Lesben und Schwule, bisexuelle, transidente und intersexuelle Menschen (LSBTI) sind Teil dieser Vielfalt. Dennoch: In der Regel erwarten Familie und Freundeskreis eine heterosexuelle Entwicklung. Hier beginnt die Aufgabe von Einrichtungen, die Familien, Kinder und Jugendliche unterstützen. Denn immer noch erleben LSBTI Diskriminierung, sei es im Elternhaus, in Schulen, Jugendzentren oder im Berufsleben.

In der interkulturellen Arbeit von Fachkräften stößt man in verschiedenen Settings auf unterschiedliche Perspektiven und Biografien. Sei es bei der Begleitung von LSBTI Geflüchteten, Unterstützungen von queeren Migrant*innen oder das Einbetten des Themas im beruflichen Alltag.

Wie können Einrichtungen oder Familien- und Erziehungsberatung darauf reagieren?

Unsere Fortbildung beantwortet Ihre Fragen:

  • Wie verlaufen die Entwicklungs- und Lebenswege von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transidenten und Intersexuellen (LSBTI)?
  • Was sind die Ursachen für die Diskriminierung von LSBTI und wie kann ich durch kompetente Handlungsstrategien Vorurteilen entgegenwirken?
  • Wie ist die Perspektive unterschiedlicher Kulturen und Traditionen auf das Thema sexuelle und geschlechtliche Identität?
  • Wie kann im Berufsalltag gegen Diskriminierung vorgegangen werden und welche Formen der Unterstützung in der Region gibt es?

Onlineseminar via Zoom: Donnerstag, 10. Juni 2021, 9 – 13 Uhr – Die Teilnahme ist kostenfrei

Anmeldung erforderlich bis 01.06.2021:  familienvielfalt.tr@queernet-rlp.de

QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. Projekt Familienvielfalt

gefördert durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz

 

www.queernet-rlp.de, www.regenbogen.rlp.de

Erzählcafé: (Um)-wege von Frauen in Ausbildung und Beruf

Die Referentin Renate Rosenau berichtet über die Alzeyer Kusinen Marie und Ella Wolf, Wegbereiterinnen der Kaiserzeit, die über beschwerliche Umwege das Abitur und ihre Zulassungen zum Medizinstudium erreichten, später zur Promotion und 1909 zum Arztberuf zugelassen wurden.

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden Mädchen und Frauen in Ausbildungsberufe und zu Meisterprüfungen zugelassen, entstanden Bildungseinrichtungen und Berufswege für Frauen. Dann kam die nationalsozialistische Kehrtwende: Frauen zurück an den Herd – bis man sie als Arbeitskräfte und Platzhalter für ihre Väter, Brüder und Ehemänner im Krieg wieder brauchte.

Die Befreiung vom nationalsozialistischen Frauenbild und die Anknüpfung an die unterbrochenen Bildungs- und Berufswege für Mädchen und Frauen dauerte noch Jahrzehnte nach 1945 an. Darüber können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus eigenem Erleben im Erzählcafé berichten.

Wir wollen im Rahmen des Erzählcafés mit Ihnen ins Gespräch kommen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, Erinnerungen und überlieferte Geschichten zum Thema einzubringen.
Reger Austausch bei gemütlicher Kaffeerunde ist ausdrücklich gewünscht.

Freitag, 6. November 2020, 16.00 Uhr

Gedenkstätte KZ Osthofen, Ziegelhüttenweg 38, 67574 Osthofen

 

Das Erzählcafé beginnt um 16.00 Uhr. Ab 15.00 Uhr besteht die Möglichkeit an einer Führung zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Gedenkstätte Osthofen teilzunehmen.

Die Teilnahmezahl ist auf 20 Personen begrenzt und wir bitten um Anmeldung im Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms, Tel. 06731-4081251, frauenbuero@alzey-worms.de

 

 

 

Museumscafé: Vater – Mutter – Kind. Geschichte und Gegenwart

Gegenwart gepaart mit Vergangenheit, eigene Erfahrungen und die anderer sowie der gemeinsame Austausch bei Kaffee/Tee sind die Grundelemente des von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Alzey-Worms und des Museums Alzey gemeinsam durchgeführten Museumscafés. Wechselnd ist jeweils das Thema. In diesem Jahr lautet es „Vater – Mutter – Kind“ und weitet den Blick auf die Familie. Diese ist ein soziales Geflecht, in und mit dem sich Positionen, Geschlechter- und Generationenbeziehungen, Geschlechterrollen mit Aufgabenfeldern, ‑zusprechungen und Erwartungen verbinden. Der Blick in die Geschichte führt deren Wandel vor Augen, der als Entwicklung „Vom Patriarchat zur Partnerschaft“, „Die Entdeckung der Kindheit“ oder „Das selbstbestimmte Geschlecht“ umschrieben wurde. Beginnend mit einem einführenden historischen Rückblick wird ein Bogen bis zur Gegenwart gespannt.

Alle interessierten Frauen wie Männer sind am Mittwoch, den 21. Oktober, von 14.30-16.30 Uhr herzlich ins Museum Alzey, Antoniterstraße 41, eingeladen. Um Anmeldung wird freundlich gebeten: Gleichstellungsstelle/Frauenbüro: 06731 / 4081251, frauenbuero@alzey-worms.de oder Museum Alzey: 06731 / 499364, museum@alzey.de

 

 

 

 

Private Altersvorsorge für Frauen – die richtige Strategie finden

Die Hoffnung auf ein sorgloses Leben im Ruhestand kann schnell zur Illusion werden. Die gesetzliche Rente allein wird wohl nicht ausreichen, den gewohnten Lebensstandard auch im Ruhestand zu halten. Und gerade Frauen sind besonders stark von der Gefahr der Altersarmut bedroht. Sie haben nach wie vor häufig geringere Einkommen oder steigen vorübergehend aus dem Job aus bzw. reduzieren auf Teilzeit, wenn sie Kinder bekommen.
Dies alles hat Auswirkungen auf die spätere Rente. Umso wichtiger ist es daher für Frauen, sich möglichst frühzeitig um eine eigene, zusätzliche Altersvorsorge zu kümmern und sich nicht nur auf den Partner zu verlassen. Allerdings gibt es viel Unsicherheit über die einzelnen Vorsorgeprodukte und ihre Vor- und Nachteile. Die rund 1,5 stündige Infoveranstaltung gibt hilfreiche Tipps, wie man die Weichen richtig stellt und einen Überblick über verschiedene Modelle der Altersvorsorge.

Referentin: Ina Kötter, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Beratungsstelle Mainz

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet statt am:

Mittwoch, 07. Oktober 2020 um 14:00 Uhr,

Tagungsraum, Feuerwache Alzey, Kreuznacher Straße 112,  55232 Alzey

 

Anmeldung bis 30.09.2020 in der Gleichstellungsstelle/Frauenbüro des Landkreises Alzey-Worms, 06731 408 1251 oder unter frauenbuero@alzey-worms.de